Vom Steigen der Meere bis zur Stadtplanung

Inhaltlich wird an vielen Stellen schon jetzt Hand in Hand gearbeitet – der KlimaCampus Hamburg soll dies künftig noch intensivieren.

Blick vom Grasbrookhafen auf die Elbphilharmonie und den Hamburger Hafen © UHH/CEN/K. Schmidtke

Der Anstieg des Meeresspiegels prägt sich regional sehr unterschiedlich aus. „Unsere Szenarien zeigen Minimum und Maximumwerte, in bestimmten Regionen kann der Meeresspiegel sogar sinken“, berichtet Prof. Detlef Stammer vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg. Ergebnisse, aus denen das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Rückschlüsse auf den künftigen Wasserstand für die Elbe und den Hafen ziehen kann. Interessant sind die Daten auch für die Bundesanstalt für Wasserbau, die für Betrieb und Unterhaltung der Bundeswasserstraßen zuständig ist.

Anstieg des Meeresspiegels, Stürme und lokale Hochwasser

Der Deutsche Wetterdienst steuert seine Archive mit Beobachtungsdaten und Vorhersagen zu Stürmen, Extremniederschlägen und Hitzewellen bei. Langfristige Analysen zum Thema liefern die Küstenforscherinnen und –forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht oder die speziellen Klimarechenmodelle des Max-Planck-Instituts für Meteorologie. Das Climate Service Center 2.0 bereitet dieses Wissen dann für Behörden, Unternehmen und Entscheider auf. Ob Städte und Metropolen gewappnet sind, prüft die HafenCity Universität: „Unter anderem treten im Zuge der globalen Erwärmung sowie durch dichte Bebauung und Versiegelung künftig mehr heiße Tage und ‚tropische Nächte‘ auf. Stadt- und Regionalplanung sind deshalb gefordert, neue Konzepte zu entwickeln“, betont Prof. Jörn Knieling. Bei der Suche nach Konzepten, die Klima und Ressourcen schonen, kann die Technische Universität Hamburg-Harburg helfen.

Gezielte Stadtplanung, Ökonomie, Klimakonflikte

Der Hamburger Klimaforschung ist in den vergangenen Jahren der Brückenschlag in die Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften gelungen: Beispielsweise erforscht das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut. Der Hamburger Klimaforschung ist in den vergangenen Jahren der Brückenschlag in die Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften gelungen: Beispielsweise erforscht das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut, was uns der Klimawandel kostet, welche Regionen und Branchen betroffen sind. Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität analysieren, wie Instrumente der Klimapolitik wirken, und die Friedensforschung wägt die Risiken lokaler und internationaler ‚Klimakonflikte‘ um Land und Ressourcen ab.



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